„Ihr Kind hat missbräuchlich einen Feuerlöscher benützt!“

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Einer dieser Tage, die Mutter zu Hause und der 13jährige Sohn gerade in der Schulwoche im Ausland. Plötzlich der Anruf der Schulleitung: „Ihr Sohn hat missbräuchlich einen Feuerlöscher benützt“. Die Mutter war sogleich außer sich und erzürnt, was ihr Sohn jetzt schon wieder angestellt hatte.  Laut Information seiner Lehrerin, habe er einen Feuerlöscher aktiviert und mit ihm in der Herberge herumgespritzt, obwohl kein Feuer ausgebrochen war. Mit dabei sollen zwei gleichaltrige Schulfreunde gewesen sein, welche sich das Spektakel ansahen. Also ein Akt der Willkür, eine Mutprobe oder einfach ein Kinderstreich?

Die Mutter kombinierte und kam zu dem Schluss, dass ihr Sohn wohl wieder von den 2 anderen Jungs angestiftet worden sei, diesen Blödsinn zu machen. Der Bub wollte ja dazu gehören, er wollte wohl wieder zeigen, dass er sich etwas traut – es den anderen beiden beweisen.

„Na warte Bursche, wenn Du wieder zu Hause bist, dann gibt’s was“ dachte sich die Mutter.

Am Tag der Heimkunft des Sohnes setzte sich die Mutter mit ihm sogleich an einen Tisch, um über das unrichtige Verhalten in der Schulwoche zu sprechen. Sie begann gleich eher lautstark zu fragen, was das ganze solle, ob er sich nicht benehmen könne und ob er sich wieder habe von seinen „Freunden“ verleiten lassen, das zu tun? „Was hast du dir nur dabei gedacht?“ Denn bereits in der Vergangenheit forderten die 2 Jungs den Sohn bereits mehrmals auf, „Blödsinne“ zu machen. Der 13Jährige Bursche wollte ja schon immer „dazugehören“. Vor allem auch deswegen, da er seit der Geburt eine „Behinderung“ in Form einer körperlichen Einschränkung hat und schon immer gleich wie die „normalen“ anderen sein und behandelt werden möchte.

Nach dem ersten „Loswerden“ ihrer Gefühle,  besann sich die Mutter, wurde ruhiger und verfiel sogleich mit dem  Jungen in ein tiefes, ausführliches Gespräch. Nicht nur über die Ursache der „Feuerlöscher-Geschichte“ sondern auch über viele andere herausfordernde Themen der letzten Jahre. Über diverse Ängste, Aggressionen in der Familie, die „Behinderung“, viel Unausgesprochenes, u.v.m.  Das BeisammenSein der beiden intensivierte sich so sehr, dass sich die beiden plötzlich in den Armen lagen, sich eng umschlungen festhielten, ihre Herzen aneinander pressten und gemeinsam weinten. Bis dato hatten die Mutter und ihr Junge niemals zuvor ein solch intimes Gespräch. Ja, er hatte auch noch kein einziges Mal vor seiner Mutter echte, intensive Gefühle gezeigt, geschweige denn jemals zuvor vor ihr richtig geweint. In diesen Momenten brachen alle Dämme und auch er weinte unaufhörlich. Er bestätigte ihr auch die Ursache des Handelns. Er wollte tatsächlich der coole Bursche sein und es seinen Freunden zeigen. Möglicherweise  wollte der Sohn durch dieses Handeln auch dementsprechend Aufmerksamkeit erregen. Was ihm wohl auch gelungen ist.

Dieses Erlebnis mit dem Feuerlöscher wurde  von allen Beteiligten zu allererst als vermeintlich schlecht wahrgenommen. Von der Schule wurde dieses Verhalten als kleine Katastrophe dargestellt, die Mutter ging sogleich in die Verurteilung gegenüber ihrem eigenen Jungen und seine beiden Freunde, welche ihn wohl wieder „in die Pfanne hauen“ wollten.

Darüber hinaus machte sie sich enorme Sorgen, gekoppelt mit Gefühlen der Wut und der Frustration – „Weshalb ausgerechnet schon wieder mein Bub?“

Die Essenz aus dieser Geschichte: es ist gar nicht immer nur entscheidend, die Ursache für ein Handeln zu kennen. Das wunderbare ist, wie sich diese anfangs vermeintlich „schlechte“ Situation in das bis dato schönste Erlebnis für Mutter und Sohn entwickelte.

Erstmals seit vielen Jahren diese gemeinsamen wunderschönen Gefühle der Liebe, des Vergebens, der Klarheit, der Geborgenheit, des Halts, der Gemeinsamkeit, des VerbundenSeins, der Einheit und des UrVertrauens im Leben.

Also bevor wieder mal eine „katastrophale Situationen“ als solche angesehen wird, die Emotionen voll überschwappen,  und Verurteilungen in alle möglichen Richtungen geschossen werden, sich einfach mal eine andere Sichtweise, einen anderen Blickwinkel, eine andere Wahrnehmung aneignen und die Einstellung dazu lockern.

Und noch ein kleiner Input: Die Mutter hat bis heute keine Ahnung, wie ein Feuerlöscher funktioniert, geschweige denn, ihn kraftvoll einzusetzen  – ihr Sohn weiß wohl im Fall der Fälle, wie dieses Gerät benutzt wird.

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